Liebe Kinder und Jugendliche,
liebe Wehlheider Bürgerinnen und Bürger!

Gespräche im Jahre 2003 mit Eltern, Initiativen, Einrichtungen und Trägern der Kinder- und Jugendarbeit und der Schulen machten mir deutlich, wie wenig vernetzt diese Arbeit in Wehlheiden ist. Benachbarte Einrichtungen hatten wenig Kontakt miteinander, Kooperationen existierten nicht, weder zwischen verschiedenen Einrichtungen noch zwischen Einrichtungen und Vereinen.

Meinen Vorschlag, diesen Mangel zu beheben und in einem „workshop“ alle Interessierten zusammenzubringen, nahm der Ortsbeirat auf. In Zusammenarbeit mit Herrn Birkhahn vom Jugendamt, den Jugendräumen Wehlheiden, der Evang. Kirchengemeinde Herrn Ortwein und dem Förderverein der Hupfeldschule Frau Bergmann, Frau Bielefeld - Hart und Herrn Gerhard Segel – denen ich für die bisherige gute Zusammenarbeit herzlich danke – entwickelte sich daraus das Projekt „Stadtteilbekanntschaften“.

Erstmals am 8.5.2004 konnte ich zu einer ganztägigen Informationsveranstaltung, um gemeinsam über Schulen, Kinder und Jugendliche in Wehlheiden zu sprechen, um miteinander bekannt zu werden und den Stadtteil kennen zu lernen, einladen. Vertreten waren die städtischen Ämter, die Träger, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Elternvertretungen der Schulen und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Wehlheiden, die Vereine und Verbände in Wehlheiden, Ortsbeirat und Stadtverordnete.

Der Ortsbeirat verband mit dieser Einladung zwei Ziele:
Allen Beteiligten sollte die Möglichkeit gegeben werden, verlässliche Rahmendaten zu erhalten, um Bedarf und Bedürfnisse feststellen und planen zu können. Die gegenwärtige Diskussion um die Schließung der städtischen Kindertagesstätte in der Friedenstraße zeigt, wie notwendig eine solche Möglichkeit zur Diskussion mittelfristiger Entwicklungen ist. Denn obwohl hier die Diskussion über die Kindertagesstätte hätte geführt werden können, wurde dies leider versäumt.Den Einrichtungen und den Menschen, die in ihnen arbeiten oder sie
nutzen, sollte die Gelegenheit gegeben werden, sich vorzustellen und sich
kennen zu lernen. Um zu wissen, wer was macht, benötigt, sucht, um
gemeinsame Interessen festzustellen und zu formulieren,
Kooperationsmöglichkeiten zu finden, aber auch um für die eigene
Einrichtung und deren Nutzung zu werben.

Diese nun feste Einrichtung eines regelmäßigen Austausches im Stadtteil über die Interessen und Wünsche von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern und denen, die beruflich in diesem Arbeitsfeld engagiert sind, signalisiert, welche Bedeutung der Ortsbeirat diesen Fragen zumisst.

Auch deswegen fordert der Wehlheider Ortsbeirat seit vielen Jahren, dass die Ortsbeiräte auch ein Entscheidungsrecht über Mittel für den Kinder- und Jugendbereich erhalten. Ein Recht, für das sich auch der neue Oberbürgermeister einsetzt. Stadtteilpolitik ist tatsächlich nicht nur Verkehrspolitik und Straßenfragen.

Inzwischen haben sich die Beteiligten schon dreimal in großer Runde getroffen, über das Vorstellen und Kennenlernen hinaus sind verlässliche Kooperationsbeziehungen entstanden. Die Protokolle der workshops können bei www.wehlheiden.de eingesehen werden.

Nicht nur über Kinder und Jugendliche reden: wir wollen mit ihnen reden.

Demnächst wollen wir von Kindern und Jugendlichen geführte Stadtteilwanderungen organisieren – um sich den Stadtteil wirklich bekannt zu machen, um weitere Bekanntschaften zu schließen.

Ein wichtiges Ergebnis der „Stadtteilbekanntschaften“ ist die jetzt hier vorliegende Informationsbroschüre. Erstmals ist eine zusammenfassende Übersicht über Angebote für Kinder und Jugendliche in Wehlheiden möglich.

Der Arbeitsgruppe Anke Bergmann, Thomas Birkhahn, Hasan Erenulug, Andrea Hofmann, Rolf Ortwein und Georg Riester sage ich herzlichen Dank.



Norbert Sprafke, Ortsvorsteher