Stadtteilentwicklungskonzept für Wehlheiden

Ein Stadtteilentwicklungskonzept und ein Gesamtverkehrskonzept für Wehlheiden hat Ortsvorsteher Norbert Sprafke angemahnt. Der Ortsbeirat habe dies schon mehrmals vom Magistrat gefordert. „Wer jetzt wie Stadtrat Witte A sagt und ein Entwicklungskonzept für Wilhelmshöhe mit dem zentralen Punkt Verkehr ankündigt, muss auch B sagen zu einem Konzept für Wehlheiden“. Dies könne nicht getrennt gesehen werden, denn über die Wehlheider Strassen wie Wilhelmshöher Allee und Kohlenstrasse werde ein Großteil der verkehrlichen Erschließung von ICE – Bahnhof, Marbachshöhe und der möglicherweise kommenden Museumspark in Wilhelmshöhe abgewickelt. Wenn zudem die Parkplatzsituation um den Bahnhof Wilhelmshöhe in die Analyse einbezogen werde, könne dies nur sinnvoll unter Einbeziehung des nordwestlichen Wehlheidens geschehen. Schon jetzt leide dieser Teil Wehlheidens erheblich unter dem vom Bahnhof ausgehenden Verkehrs – und Parkdruck. Außerdem müssten die negativen sozialen Folgen des Bahnhofs wie Verslumung zum Beispiel durch Spielhallen untersucht werden.

Es könne nicht sein, dass mit Wilhelmshöhe ein Stadtteil die möglichen Vorteile und Entwicklungsimpulse erhält, mit Wehlheiden ein anderer Stadtteil die Lasten und Nachteile trägt. Diese schiefe Arbeitsteilung könne Wehlheiden nicht akzeptieren. Wenn der Magistrat Wehlheiden zu den benachteiligten Stadtteilen zähle und diese Bewertung mit der Berücksichtigung Wehlheidens in seinem Baumschutzkonzept dokumentiere, wie jüngst die grüne Stadtverordnete Weber erklärte, dann müsse der Magistrat auch ein Konzept zur Umkehrung dieser Situation vorlegen. „Wehlheiden ist nicht nur die Kirmes. Dort leben auch über 10.000 Menschen. Dies sollte im Rathaus zur Kenntnis genommen werden.“ erklärt Sprafke.



22.09.2004 Der richtige Weg 08.09.2004 Baumschutzsatzung