Ortsbeiratssitzung vom 22.11.2004
"Bauwägler Teil2"

Eine Grundstimmung, offen gegenüber den Bauwäglern, kritisch gegenüber dem Magistrat, zeichnete sich in der letzten Sitzung des Ortsbeirates Wehlheiden ab.
Wenn der „Magistrat ordentlich arbeitet, willens ist, den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung umzusetzen und nicht durch eigenes Handeln torpediert, einen geeigneten Standort findet und um die Akzeptanz der Betroffenen wirbt, dann wird sich der Ortsbeirat Wehlheiden einer Bitte des Oberbürgermeisters, die Bauwägler in Wehlheiden aufzunehmen, nicht verschließen“, so Ortsvorsteher Norbert Sprafke. Mit Unverständnis reagierte der Ortsbeirat Wehlheiden auf den „bizarren Vorstoß“ des CDU-Fraktionsvorsitzenden Holler, die Ortsbeiräte sollten Standortvorschläge für die Bauwägler machen. Offensichtlich traue Holler dem hauptamtlichen Magistrat nach dessen auffälligen Versagen in dieser Sache eine Problemlösung nicht mehr zu. Es könne aber nicht sein, dass ehrenamtliche tätige Ortsbeiratsmitglieder die Arbeit der hochbezahlten hauptamtlichen Dezernenten erledigen.
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Nachdem der Schriftsteller Carsten Huhn für die Bauwägler in der Ortsbeiratssitzung die positiven Erfahrungen mit der Wehlheider Bürgerschaft geschildert und die tolerante Haltung der Wehlheider gewürdigt hatte, forderte der Ortsbeirat Wehlheiden den Magistrat einstimmig auf, über in jeder Hinsicht als Standort für die Bauwägler geeignete Grundstücke in Wehlheiden dem Ortsbeirat zu berichten. Sollte es solche Grundstücke geben, erwartet der Ortsbeirat vom Magistrat ein professionelles und zielorientiertes Handeln. Bauwägler und potentielle Nachbarn müssten die Gelegenheit bekommen, sich durch informelle Treffen kennen lernen und austauschen zu können. Das schließt aus, dass mögliche Standorte öffentlich werden, bevor die Betroffenen davon wissen. Wenn ein gutnachbarschaftliches Zusammenleben erwartet werden könne, werde der Ortsbeirat die Standortfindung begleiten..



06.12.2004 Bauwägler 14.11.2004 Brötchtchentaste