06.12.2004

Nichts neues aus dem Rathaus für Wehlheiden
„Der Stadtbaurat hat eine enttäuschende Vorstellung seiner Vorstellungen zur Entwicklung Wehlheidens gegeben.“ So bewertet Ortsvorsteher Norbert Sprafke den Gehalt der Ausführungen von Stadtbaurat Witte in der Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Wehlheider Vereine und Verbände. „Der Stadtbaurat hat die Chance verpasst, sich und seine Vorstellungen zu präsentieren. Die Wehlheider Bürger haben nichts verpasst, denn es gab nichts zu verpassen.“ Nun wisse jeder in Wehlheiden, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Entwicklung des Stadtteils im Rathaus nicht stattfindet.„Man sah zwar nicht des Kaisers neue Kleider, sondern den Stadtbaurat in neuen Kleidern. Aber auch der Stadtbaurat ist nackt, wenn es um Wehlheiden geht.“
Konzepte für Einzelhandel, Nahversorgung und Verkehr für Wehlheiden stünden im Rathaus nicht auf der Tagesordnung. Wenn die Vertreter der Verwaltung feststellen würden, dass mit mehr Verkehr gerechnet werden müsse, wisse man dies in Wehlheiden schon längst als Alltagserfahrung. Der Magistrat nehme die bisherige und die zukünftige Verkehrsbelastung passiv und schicksalsergeben hin. Der Magistrat erwarte, dass Wehlheiden den Verkehrslastesel für den Zugangsverkehr für die Innenstadt, den Nord-Süd-Verbindungsverkehr und die Erschließung der Marbachshöhe, des ICE- Bahnhofs und der zukünftigen Museumslandschaft in Wilhelmshöhe spiele. „Trotz der Umbaumaßnahmen in der Wilhelmshöher Allee und in der Schönfelder Strasse wegen der Bebauung des ehemaligen Opelgeländes sind beide Strassen jetzt Schauplatz des Streitberger-Witte-Staus“, so Sprafke. Die Leistungsfähigkeit dieser Strassen sei wohl erschöpft. Für die Menschen in diesen Strassen habe Stadtbaurat Witte nur den merkwürdigen Verweis, andere Wohnorte zu wählen. Nicht jeder könne und wolle umziehen, so Sprafke. Auch die Menschen an Hauptverkehrsstrassen haben ein Recht auf annehmbare Lebensbedingungen. Durch diese Aussage werde aber auch deutlich, dass der Magistrat weiterhin nur auf Investitionsentscheidungen privater Einzelinvestoren reagieren wolle und die Entwicklung des Stadtteils diesen unterwerfe und davon abhängig mache. Die Folge dieses Verzichts auf planvolles Handeln sei die Plazierung von 4 großen Einkaufsmärkten in Wehlheiden innerhalb weniger Jahre und die ungesteuerte Verkehrsentwicklung.



12.12.2004 Herr Wett... 06.12.2004 Bauwägler