„Ich weiß gar nicht, warum der Sack antwortet, wenn ich den Esel schlage“. Sagt Wehlheidens Ortsvorstehers Norbert Sprafke zur Stellungnahme des verkehrspolitischen Sprechers der CDU-Stadtverordneten-Fraktion Wett auf die Kritik aus Wehlheiden an Magistrat und Stadtbaurat Witte. Es sei wohl üblich geworden, dass auf die Beschlussfassung und die Meinungsbildung des Ortsbeirates zu Mobilfunkstationen in Wehlheiden, Opelgelände, Verkehrsbelastung in Wehlheiden, den Problemen in der Schönfelder Strasse, Einkaufsmarkt Wittrockstrasse, die CDU antwortet. Ansprechpartner für den Ortsbeirat sei der Magistrat, nicht die Parteien und Fraktionen.

„Würde Herr Wett ein wenig Wehlheiden kennen und meinen Vorgänger Georg Holstein, wüsste er, Wehlheider Ortsvorsteher benötigen keine Ratschläge von irgendwas-Sprechern der CDU. Wir machen unsere Politik im Interesse des Stadtteils im offensiven Dialog mit dem Magistrat . Davon zeugen Wehlheider Platz, der Markt auf dem Wehlheider Markt, die Jugendräume Wehlheiden und die Bürgerräume Wehlheiden.“ Der Ortsbeirat mache seine vom Magistrat abweichenden Positionen in den für den Stadtteil wichtigen Punkten seit vielen Jahren deutlich. So fordere der Ortsbeirat ein Gesamtverkehrskonzept für Wehlheiden, um die zunehmende Verkehrsbelastung auf den Hauptverkehrsstrassen für die Anwohner erträglicher zu machen, und ein Stadtteilentwicklungs - und Einzelhandelskonzept. „Das ist nichts Neues. Neu in Kassel ist allenfalls die gegenüber Bürgerwünschen besonders ignorante Haltung der Stadtbauräte Streitberger und Witte“. Die Gummiwandmentalität gegenüber den von betroffenen Wehlheider Bürgern artikulierten Interessen, Wünschen und Sorgen falle bei dem gegenwärtigen Magistrat besonders auf. „Bei diesem OB und Magistrat prallt alles ab“ stellt Sprafke fest. So habe sich OB Lewandowski vor einem Gespräch mit den Anwohnern im Kirchweg gedrückt und Stadtbaurat Witte mehrere Monate benötigt, um sich den Anwohnern wegen deren Kritik am Einkaufsmarkt Wittrockstrasse zu stellen. Den Protest der Anwohner der Schönfelder Strasse wurde vom Magistrat ignoriert. „Der Ortsbeirat sieht sich in der Pflicht, die Wehlheider Bürger ernst zu nehmen und deren Interessen in die Meinungsbildung der städtischen Gremien einzuspeisen“., sagt Sprafke. „Wett muss sich halt ein wenig schlau machen, bevor er anderen versucht, Ratschläge zu erteilen. Man muss auch können, was man wollen mag. Und Ratschläge in Richtung Ehrlichkeit in der Politik verbieten sich sowieso von einem Mitglied der hessischen Koch - CDU.“



02.02.2005 Mobilfunkstandorte Nichts neues aus dem Rathaus