"Magistrat, Eltern und Ortsbeirat haben jetzt die Chance, in Ruhe die Zukunft des städtischen Kindergartens in der Friedensstrasse zu planen", so Wehlheidens Ortsvorsteher Norbert Sprafke. Um diese Chance nutzen und die Zukunft der Kita sichern zu können, müsse die Stadt jetzt den informellen Aufnahmestopp aufheben und alle Eltern abgewiesener Kinder über die wieder bestehende Aufnahmemöglichkeit informieren. Man hätte sich im übrigen im Stadtteil eine frühzeitige Information über die Schließungsabsicht im Rahmen der Wehlheider offenen Runde zu Fragen der Kinder-, Jugend und Schulpolitik gewünscht. Diese Runde sei eingerichtet worden, um verlässliche Planungsdaten für politische Entscheidungen zu erhalten.

Da jetzt belastbare Zahlen ermittelt werden, werde der Renovierungsbedarf einschätzbar. Dies schaffe jetzt die Basis für eine seriöse Diskussion. Der Renovierungsbedarf falle in jedem Fall an, denn die Stadt werde wohl Gebäude und Grundstück nicht verrotten lassen wollen. Dabei sollte geprüft werden, ob eine Teil-Refinanzierung der Renovierungskosten durch die Nutzung des Daches für eine Solarenergieanlage möglich ist.

Aus der Sicht des Stadtteils sei es wichtig, dass die Grundversorgung mit sozialen Dienstleistungen gesichert und dabei die Trägervielfalt gesichert werde. In einem Stadtteil in der Größenordnung Wehlheidens müsse es möglich sein, neben den Kindertagesstätten der freien Träger auch ein städtisches Angebot bereitzuhalten. Der Verweis auf die Angebote freier Träger ziele am Bedürfnis der Eltern im Kasseler Westen vorbei, da viele gezielt ein städtisches Angebot suchten.

Eine mögliche zukünftige gemischte Nutzung der Kindertagesstätte, wenn der Kita-Betrieb im bisherigen Umfang nicht aufrechterhalten werden kann, werde im Stadtteil mitgetragen. Wehlheiden greife den Vorschlag des künftigen Oberbürgermeisters Hilgen auf, familienbezogene soziale Dienstleistungen an von Kindern positiv besetzten Orten wie Kitas und Schulen zu bündeln. Die Kita Wehlheiden biete sich als Standort eines "Hauses des Kindes" an. "Wehlheiden würde sich freuen, wenn hier der Standort des ersten Hauses des Kindes entsteht", sagt Sprafke.



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