ICE Bahnhofsplanung

Ein hohes Gefährdungspotential für die Wohnqualität und die Verkehrssituation im nördlichen Wehlheiden zwischen ICE-Bahnhof und Virchowstrasse sieht Wehlheidens Ortsvorsteher Norbert Sprafke in der Planung für die Entwicklung des Areals um Bundesgericht und ICE-Bahnhof. Man mache dort die Rechnung bisher leider ohne den Wirt. Der Wirt sei in diesem Fall die Wohnbevölkerung in diesem Teil Wehlheidens. Durch den ICE-Bahnhof und die bisherige Entwicklung des Umfelds des ICE-Bahnhofs und der Marbachshöhe sei die Belastung für dieses Quartier gestiegen wie für Wehlheiden insgesamt. Wehlheiden trage zu einem großen Teil die Last der verkehrlichen Erschließung des ICE-Bahnhofs und auch der Marbachshöhe. Zum fließenden Verkehr komme der ruhende Verkehr. Jüngstes Beispiel sei die Parkgebührenpflicht für den Graf-Bernadotte-Platzes, mit der die Brötchentaste im Westen bezahlt werden soll. Dies habe zur Verschärfung des Parkdruckes im nördlichen Wehlheiden geführt hat, da statt der gebührenpflichtigen Parkplätze die kostenlosen in den Wehlheider Strassen genutzt würden. Die Umsetzung der Museumslandschaft in Wilhelmshöhe werde Wehlheiden zusätzlich belasten. Werde das nähere Umfeld des ICE-Bahnhofes weiter entwickelt, bedeute auch dies weitere Verkehrs – und Parkbelastung.

Bisher seien diese Entwicklungen ohne jede Berücksichtigung der Verkehrs – und Parksituation geplant und umgesetzt worden. Ein vernunftgeleitetes und realitätstüchtiges Konzept für den fließenden und ruhenden Verkehr im nördlichen Wehlheiden und auf den beiden Hauptachsen Kohlenstrasse und Wilhelmshöher Allee fehle. "Bevor die Stadt weitere verkehrliche Belastungen durch neue Planungen provoziere und neue Ideen für die weitere Entwicklung vorstellt, sollte die Stadt erst einmal die Realität der Folgen der bisherigen Planungen und Entwicklungen zur Kenntnis nehmen und verkehrsplanerischen Hausaufgaben für die bisherigen Entwicklungen machen," so Norbert Sprafke.



09.05.2006 Ablehnung 3.Bauabschnitt Opel-Gelände 16.08.2005